Bonprix

Redakteurin Interne Kommunikation

Kulturwandel 3.0: Wenn interne Kommunikation zum Leben erwacht… Als Redakteurin Interne Kommunikation war ich bei Bonprix zuständig für alle Multimedia-Inhalte, Themenplanung, Content-Konzepte und -Formate. Ich war am Konzept des Social-Intranets beteiligt und dessen Umsetzung. Zudem übernahm ich Aufgaben in der GF- und Change-Kommunikation und habe Fachbereiche in Sachen Kommunikation beraten.

Hintergrund

Ein Upgrade für die interne Kommunikation

Du kennst das wahrscheinlich: In den meisten Intranets ist der Speiseplan die meist geklickte Seite. Kann man damit konkurrieren? Kann man! Mit innovativen Inhalten, dem richtigen Medienmix und Interaktionsmöglichkeiten. Daher lautete der Auftrag bei Bonprix, ein Intranet zu entwickeln, das die Mitarbeiter mit in die Zukunft des Unternehmens nimmt. Ein Intranet, das die Marke nach innen widerspiegelt. Dabei zählen Employer Engagement, Kulturwandel und Transparenz zum Selbstverständnis von Bonprix. Aber auch der War for Talents verleiht dem Intranet eine ganz neue Bedeutung. Denn es schafft Identität, Loyalität und Nahbarkeit auf allen Ebenen. Gute Gründe also für einen neuen, innovativen Ansatz in der internen Kommunikation.

Unternehmen: Bonprix
Webseite: bonprix.de
Bereiche: Interne Kommunikation, Social Intranet, Change-Kommunikation

“Anja ist sehr gut darin, Menschen für den Wandel zu begeistern und auf neue Wege mitzunehmen. Wir haben gemeinsam ein Social Intranet aufgebaut, was anfangs etwas Mut erfordert hat. Doch es hat sich sehr gelohnt und wir haben damit zuletzt den Inkometa-Award gewonnen.”

Jan Starken, Head of Corporate Communications Bonprix
Jan Starken Head of Corporate Communications bei Bonprix

Basis

Vom Mitarbeiter zum aktiven User

Es gibt einen Grund, warum Social-Media-Plattformen gerne von „aktiven Usern“ sprechen. SIE sind diejenigen, die die Plattform mit Leben füllen. SIE schaffen für die Plattformen einen Mehrwert. Und: SIE nutzen alle Möglichkeiten der Plattform, um selbst davon zu profitieren. Social-Intranets in Kombination mit modernen Content-Strategien ermöglichen eine neue Perspektive. Nutzerzentriert. Was wäre, wenn wir die interne Kommunikation nicht um das Unternehmen herum stricken, sondern um den Mitarbeiter? Proaktive Teilhabe ermöglichen? Synergien schaffen? Wissen bereichsübergreifend verfügbar machen? Schluss mit Silos, in denen Motivation, Engagement und Ideen versickern. Das war mein Ansatz bei Bonprix. Doch wie sah das nun in der Praxis aus?

Der erste Schritt: fragen, fragen, fragen. Vernetzung. Empathie, Respekt und Wertschätzung zeigen. Je diverser das Unternehmen, desto größer ist auch die Herausforderung bei der Change-Kommunikation. Wer Jahrzehnte lang Kataloge gemacht hat, den muss man behutsam mit ins digitale Zeitalter nehmen. Kommunikation darf nicht ausgrenzen. Also: Klinkenputzen. Botschafter werden. Botschafter werben. Usability, Tools und Prozesse müssen begeistern. Feedback kultieren. Lust machen auf Neues – mit modernen Content-Formaten. Es entsteht ein Ökosystem voller Möglichkeiten: Multimedia-Inhalte, Feeds, Teamräume, Profilseiten fürs Netzwerken, Projekt-Blogs – und immer der direkte Draht zur internen Kommunikation, die bei der Umsetzung neuer Ideen berät und hilft.

Umsetzung

Sichtbarkeit ist kein Mythos!

Wer Reichweite will, darf nicht auf Storys warten. Er muss sie finden. Aber… Datenschutz … Bilanzen … Software … Themen der internen Kommunikation sind oft langweilig und trocken. Das interessiert eh niemanden. Wirklich? Manchmal benötigt ein geniales Produkt halt ein wenig Unterstützung durch das Produktdesign. Ansprache, Headlines, Bildsprache, Storytelling, Emotionalität, Call-to-Action – was bei reichweitenstarken Medien und Social-Media-Profilen funktioniert, funktioniert auch in der internen Kommunikation. Diese Mechanismen konnte ich bei Bonprix gezielt einsetzen.

Besonders wichtig: Aktivierung. Ob Pförtner, Empfang oder Geschäftsführung – jeder verdient Sichtbarkeit und Reichweite für sich und seine Themen. Und das habe ich ermöglicht. Ein guter Kommunikator nimmt sich selbst zurück und setzt andere ins Rampenlicht. Denn die Mitarbeiter sind es, die dem Thema Emotionalität, Authentizität und Expertise verleihen. Meine Aufgabe war es, hierfür die Grundlagen zu schaffen und diese umzusetzen. Oder wie es mein Bereichsleiter bei Bonprix einmal sagte: „Egal wohin ich hingehe, die kennen dich bereits immer alle, Anja.“ Menschen für eine Sache zu begeistern, hört eben nicht an der Bürotür auf – ist allerdings auch nicht immer bequem…